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Heubelüftungs-Anlage Eigenbau

Im Auftrag von Karl Eggler aus Wollerau zeige ich Grundregeln und Anleitungen für eine Heubelüftungsanlage. Es geht darum, bei Jozsef in Rumänien (Karpaten) eine Heubelüftungs-Anlage zu bauen mit Unterstützung von Fachleuten aus der Schweiz. 

Früh gesammeltes Heu (Wetterbedingt) muss durchlüftet werden, damit es nicht durch starke Eigenerwärmung sich erhitzt, Nährstoffe verliert und sich am Schluss im schlimmsten Fall noch selber entzündet. Je nach Feuchtigkeit des Heus muss das überwacht und eventuell in Intervallen belüftet werden, wenn draussen die Luftfeuchtigkeit gleich hoch ist wie im Heu. 

Ab 5KW braucht es Stern-Dreieck Schalter zum Starten von Elektromotoren, damit die Stromsicherungen nicht ansprechen und eine eventuell schwache Stromversorgung die Lüftermotoren starten kann. Dazu gibt es drei mögliche Varianten einen soft-Start zu machen:

Variante 1   Hand-Ein/Aus Schalter mit Thermoschütz und Ueberlastschutz.

Variante 2   Zusätzlich eine Intervall Schaltung. Wenn die Luft feucht ist, soll jede Stunde der Lüfter 5 Minuten laufen, somit erhitzt sich das Heu nicht und kann sich nicht verdichten. Bei gleich hoher Luftfeuchtigkeit, drinnen wie draussen, soll der Lüfter abgestellt werden, sonst gibt es nur grösseren Stromverbrauch für nichts. zum Beispiel mit www.motoren-softstarter.ch

Variante 3   Automatisch Ein und Ausschalten, gesteuert mit einem Feuchtigkeits-Sensor. Zum Beispiel mit Secomat Produkten.  www.kbarth.ch 

Es gelten folgende Grundregeln: 

  1. Die grösse der Lüfter soll 1PS pro 10 m2 Grundfläche Heurost sein.
  2. Die Füllhöhe des Heus darf maximal 3 Meter sein.
  3. Das Futter soll gut angetrocknet sein.
  4. Der Lüfter sollte warme Luft ansaugen aus Richtung Sonnseite oder von einem Unterdach wo sich Wärme bildet.
  5. Lufteinlauf und Rost berechnen. Siehe folgende Mass-Angaben